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MGVD_NOTES_2009/02

Published by MGV Dürscheid Bibliothek, 2017-10-31 14:23:41

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notes . Vereinszeitung des Männergesangvereins Dürscheid 1889 e.V. • YMCD -Young Music Choir Dürscheid 9. Ausgabe Dezember 2009 Ja wo laufen „se“ denn...? Wir wünschen Wohin laufen se denn, müsste es eigentlich richtig heißen. In die- unseren Lesern sem Sinne freue ich mich wieder sehr, ein paar Zeilen an Sie richten zu dürfen, liebe „notes”-Leserinnen und Leser. ein frohes, Mit diesem Weg, neue, interessierte Sänger für uns gesegnetes zu gewinnen, scheinen wir vollkommen richtig zu lie- Weihnachtsfest gen. Da wir am 7.11. auch unseren Lyrik- und Lieder- und alles abend mal so eben außer der Reihe erfolgreich und Gute im mit vielen positiven Reak- tionen absolviert haben, neuen können wir zur Zeit mit Fug und Recht behaupten, doch so einiges richtig zu Jahr. machen. Die kleine Anleihe an den großen Auch für unseren jungen Chor, den Humoristen und Karikaturisten Loriot YMCD, kann ich feststellen, dass wir mögen Sie mir verzeihen. uns mit rund 25 Sängerinnen und Sängern gefestigt haben. Das erste Zu köstlich ist doch die aufregende eigene Konzert soll im Herbst 2010 Unterhaltung jener zwei Pferderenn- stattfinden. Darauf sind wir alle beson- bahnbesucher, die darüber „fach- ders gespannt und unsere Chorarbeit simpeln“, was da so alles passiert. ist schon jetzt darauf ausgerichtet. Alleine über die Aussagen: „Och ist der Rasen schön grün“ oder „Ja wo Es darf - liebe Freunde beider Chöre - laufen se denn?“ und „Wer gewinnt gerne so positiv weitergehen. denn?“ mit der vielsagenden Antwort: „Na wenn se drin sind, weiß ich’s ja Da wir uns dieses auch“, könnte ich mich bebritzeln vor Jahr vielleicht Lachen. nicht mehr alle zu Gesicht bekom- Diese Geschichte gibt mir die herrliche men, darf ich Vorlage zu unseren beiden Chören, Ihnen bereits jetzt dem MGV und dem YMCD. Zum drit- eine besinnliche ten Musikprojekt sind wir mittlerweile Weihnachtszeit unterwegs. Dieses Mal werden wir uns wünschen und mit der amerikanischen Musik befas- mich für Ihre Unterstützung und guten sen. Vom Gospel und Spiritual soll es Wünsche persönlich bedanken. bis in die Neuzeit zu den legendären Musikgrößen Elvis Presley und Michael Es grüßt Sie herzlich Jackson gehen. Entsprechend vermark- tet in der lokalen Presse, konnten wir jetzt wieder vier neue Projektsänger in unseren Proben begrüßen. Und …. bleiben Sie neugierig!

2 Ausblick 2010 G erade sind die Projekte „Wenn der Negrospirituals bedienten und in Slang Einflüssen bestimmt auch heute noch gesungen wurden. Viele dieser Lieder den Großteil des Jazz. Aber ohne diese Vater mit dem Sohne“ und „Lyrik mit Chorgesang“ noch nicht ganz ver- sind nicht nur in den USA zu Volkslie- Vermischung wäre auch die ganze klungen, so steht schon ein neues Pro- dern geworden, sondern sind mittler- Bandbreite unserer heutigen Rock- und jekt für den MGV Dürscheid vor der weile Welthits, z.B. „Oh, Susanna, oh Popmusik nicht vorstellbar. Die ameri- Tür: „Es war einmal in Amerika“. Die don’t you cry for me“. Natürlich wer- kanische Musik der vorletzten Jahrhun- Musik der USA der letzten 100 Jahre den wir am 1. Mai sowohl einige Negro- dertwende bildet die Basis für die hatte und hat einen unglaublichen spirituals als auch Minstrell-Songs prä- Musik, die wir alltäglich in den Massen- Einfluss auf die Musik weltweit. sentieren. medien zu hören bekommen. Der MGV wird für das Konzert im Frühjahr Die europäischen Siedler brachten die Um 1900 entstand dann in New 2010 sowohl Songs vom King of Musik ihrer Heimat mit in die Neue Orleans der Jazz - ein Quanten- Rock’n Roll, Elvis Presley als auch vom Welt. Eigenständige, amerikanische sprung in der Musikgeschichte. King of Pop, Michael Jackson einstu- Musik in den USA entwickelte sich, Daraus entwickelte sich in den dieren. abgesehen von der Indianermusik, erst letzen 100 Jahren eine unglaub- spät. Die aus Afrika verschleppten liche Fülle Das Aufkommen des Jazz um 1900 Sklaven importierten die Musik ihrer an neuen war so revolutionär, dass sich viele klas- Heimat nach Amerika. Im 18. Jahrhun- Musikrichtun- sische Komponisten davon inspirieren dert entstanden somit die ersten gen. ließen. Zu den herausragenden Vertre- Negrospirituals. Schon bald kam es zur Die Ver- tern klassischer Komponisten aus den Vermischung von europäischer und USA zählen Leonard Bernstein und afro-amerikanischer Musik. Es entstan- mischung George Gershwin. So liegt es nahe, den Minstrell-Songs, also Spielmanns- von afrikani- dass der MGV aus Gershwins Oper lieder, die sich des neuen, oft sehr schen und „Porgy and Bess“ einige Titel zusam- rhythmisch geprägten Musikstils der amerika- men mit dem Bariton James Tolksdorf nischen und dem Robert-Boden-Trio präsentie- ren wird. Aus dem Inhalt Das Projekt „Es war einmal in Ame- rika” wird erneut ein spannendes 1 Ja wo laufen „se“ denn...? werden. Ich bin mir sicher, dass es Ausführende und Publikum neugierig Weihnachtswünsche und begeistert aufnehmen. Freuen wir 2 uns darauf. Ausblick 2010 3 Volker Wierz Lyrik und Chorgesang YMCD in der 2. Jahreshälfte YMCD mit Highlight 4 im Jahr 2010 Radtour 2009 - Willi Prinz der Isarradweg 5 Ein Hoch dem wackeren Kumpan Leverkusen 6 Konzertreise nach Egg Lützenkirchener Straße 326 Interview mit 51381 Leverkusen Hans-Ulrich Förster 7 Goldhochzeit Irmgard Telefon 0 2171/70 72 70 und Karl Altenbach Verantwortung www.willi-prinz.de übernehmen 8 Runde Geburtstage

3 Lyrik und Chorgesang A ls Lyrik (die zum Spiel der Lyra gehörende Dich- tung) bezeichnet man als die dritte literarische Gattung neben der Epik und der Dramatik. Lyrik wird auch singbare Dichtung genannt. Sie ist stark sinnbild- lich und rhythmisch, oft gereimt und mit Musik ver- bunden. Im antiken Griechenland war die Lyrik zu- nächst das zur Lyra gesungene Lied, das in den Chor- gesängen der antiken Dramen und im religiösen Kultus seinen „Sitz im Leben“ hatte. Bis heute steht Lyrik in einer gewissen Beziehung zur Musik und zum Lied. Komponisten aller Epochen haben sich durch Lyrik zu oft bedeutenden Kompositionen inspirieren lassen. Als Martin König Mitglied im MGV Dürscheid wurde, waren es die typischen und schon berühmt und berüch- tigten „Nach-der-Probe-am- Klavier-Gespräche“ zwischen Der Männergesangverein Dürscheid unter der Leitung von Volker Wierz (links). Foto Barbara Sarx ihm, Michael Brückner und mir, die uns auf die Idee brachten, das lyrische Schaf- fen von Martin König in ein Konzert des MGV zu integrie- ren. Uns Dreien war klar, dass wir hier ein Experiment star- teten, dessen Ausgang wir nicht genau einzuschätzen wussten. Nach dem Konzert Martin König trägt Auzüge können wir sagen: Es ist seines lyrischen Schaffens vor. gelungen, und es war eine Foto Barbara Sarx erfolgreiche Veranstaltung. Für alle Beteiligten - Publikum und Auftretende - war es ein spannender, unterhaltsamer und kurzweiliger Abend, der mal zum Nachdenken und mal zum Schmunzeln und Lachen anregte. Das Programm war „Den Takt gewagt und ein Spagat, da sich unterschiedliche Musikrichtungen (Silcher als Vertreter des frühen 19. Jahrhunderts, über Schlager der Schellack-Zeit bis hin angeben“ zu Pop und Jazz-Standards und sogar Mundartlieder) mit der Lyrik von Martin König zu einer Einheit ver- schmelzen sollten. Doch ich glaube, gerade diese Vielseitigkeit war es, die das Publikum in den Bann Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt. zog. Wir machen den Weg frei. Ich wünsche mir als Chorleiter des MGV Dürscheid, Bei uns steht ein ganzes Orchester gut dass wir noch viele Experimente starten können, dass gestimmter Instrumente für alle Ihre Geld- wir neugierig bleiben, die alten Pfade verlassen und angelegenheiten bereit. Wir erledigen bei- spielsweise Ihre regelmäßigen Zahlungen, neue Wege suchen. Diese Veranstaltung hat gezeigt, damit Sie Wege, Zeit und Kosten sparen. dass es sich lohnt, neue Formate und Ideen zu suchen Oder beraten Sie bei der Anlage Ihres Geldes. und zu entwickeln. Nur so wird der MGV Dürscheid die Wo immer Banknoten eine Rolle spielen, können wir viel für Sie tun. Chance haben, noch lange zu bestehen. Deshalb ein Hoch auf die „Nach-der-Probe-am-Klavier-Gespräche“. Sprechen Sie einfach persönlich mit Ihrem 3BJGGFJTFOCBOL Berater, rufen Sie an (02173) 39 68-0 oder Nehmen Sie mal daran teil; es lohnt sich. gehen Sie online: www.rb-rb.de 3IFJO #FSH F( Volker Wierz

4 YMCD in der 2. Jahreshälfte N ach den erfolgreichen Auftritten im Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt in einen besonders freundlichen Umgang Rahmen der MGV-Frühjahrskon- Lützenkirchen fest eingeplant. mit potentiellen Kunden bessere Ver- zerte, es waren ja dieses Jahr zwei, träge erhoffen. Nach dem Erreichen sowie dem anschließenden Heidberg- Im Juli und August durften wir uns der Altstadt und der Entdeckung fest, gab es in der zweiten Hälfte des über zwei neue Chormitglieder freuen. zahlreicher Sehenswürdigkeiten, ging Jahres zunächst neues Notenmaterial Im Sopran kam Rosa Bronischewski es ins Brauhaus „Zum Schlüssel“, für den Chor. Neu hinzu kamen bei- und im Alt Isabel Janetzky dazu. einem der ältesten noch aktiven spielsweise die Stücke „Save your Brauhäuser der Stadt mit über 150- kisses for me“ und „YMCA“. Außerhalb der gesanglichen Aktivitäten jähriger Gastronomie an dieser Stelle. fand im August unser Jahresausflug Dort verbrachten wir bei rheinischen statt. Die von Peter Kurth organisierte Spezialitäten einige schöne Stunden - Tour ging nach Düsseldorf. In der Lan- eine wirklich gelungene Fahrt. deshauptstadt hatten wir eine Stadt- führung mit Besuch des japanischen Ein Wandertag des Gesamtchores im Viertels gebucht, das in der Nähe des Oktober beschloss unsere gesellschaft- Hauptbahnhofes liegt. Dabei erfuhren lichen Aktivitäten. Die Mitgliederbetei- wir viel Interessantes und Kurioses. ligung des YMCD war sehr erfreulich, Dass Düsseldorf eine relativ große japa- wenn auch die Teilnehmerzahl aus den nische Gemeinde hat, wissen ja die Reihen des jungen Chores noch steige- Diese Stücke konnten bis jetzt aber nur meisten, aber dass sie auf die Einwoh- rungsfähig ist. Den Abschluss feierten zum Teil geprobt werden, da es auch nerzahl der Stadt gerechnet eine der wir im Sängerheim, wo der Abend einige neue Weihnachtslieder einzustu- drei größten der Welt ist, war dann beim Grillen und Klönen wunderschön dieren gab. Am 1.Advent sind wir doch überraschend. Eine weitere, vie- ausklang. Fazit: Solche Veranstaltungen damit bei der jährlichen Feier „Weih- len unbekannte Tatsache ist, dass die dürfen noch öfter stattfinden. Sie wer- nachten im ahlen Dorp“ der Altstadt- Japaner Schulen haben, in denen auch den sicher mit der Zeit auch immer funken Opladen aufgetreten. Im An- Lachen gelehrt wird. Der Grund ist, mehr angenommen. schluß daran war für uns noch ein dass die Geschäftsleute sich durch Marcus Seibert YMCD mit Highlight 2010 Bücher..! Neue Krimis, neue Gartenbücher, neue Konkretes gibt es noch nicht, aber schon jetzt wirft das näch- Traktorenbücher, neue Biografien… MEHR schöne Kalender, schöne Fotobände… BUCHHANDLUNG ste Jahr seine kräftigen Schatten voraus. Die Sängerinnen und Schöne Lyrikbände, schöne Bilderbücher, Sänger des jungen Chores haben Großes vor. Neben der schon UTE HENTSCHEL Aktuelle Reiseführer, aktuelle Wander- traditionellen Mitwirkung im Frühjahrskonzert des MGV Dür- karten, aktuelle Gesundheitsratgeber… scheid, ist für das zweite Halbjahr 2010 ein eigenes Konzert Und was noch..? begonnen hat, so könnte der Konzertinhalt ein Abriss der & Anspruchsvolle Grußkarten, hochwertige angedacht. Wenn auch die Planung hierfür noch nicht wirklich Kerzen, schmucke Dekorationen, schöne musikalischen Entwicklung des Chores werden - vielleicht mit Lesezeichen, kleine Geschenke, witzige BERATUNG 15-20 Liedern. Natürlich sollte ein zweiter oder gar dritter BÜCHER Kommen Sie und staunen Sie! SERVICE kung des MGVD zum Beispiel mit einigen wenigen Chor- UND Postkarten… Chor oder ein gutes Musikensemble nicht fehlen. Eine Mitwir- RUND UMS stücken, vergleichbar den Kurzauftritten des YMCD als Wir freuen uns auf Ihren Besuch! BUCH Gastchor beim MGVD, wäre natürlich naheliegend. Auch die Einstudierung eines gemeinsamen Liedes passt in das orga- nisatorische Bild. Die Überlegungen sind aber insgesamt noch zu instabil, um schon über Details zu sprechen. Genauso sieht es mit dem Termin aus. Es bietet sich der September oder der Oktober an, in jedem Fall aber wird der Konzerttermin nach den Sommerferien liegen. Um Klarheit zu bekommen, werden verstärkte Anstrengungen in planerischer Hinsicht spätestens nach Weihnachten aufgenommen. Schließlich soll das erste Hauptstraße 26 51399 Burscheid Konzert des jungen Chores ein besonderes Highlight in der Fon 02174 8242 jungen Vereinsgeschichte werden. [email protected] • www.buchhandlung-hentschel.de Marcus Seibert

5 Radtour 2009 – der Isar-Radweg W Wenn Jupp Hoffmann ein seite weiterfuhr, während die anderen Schreiben mit der Überschrift auf ihn warteten. Dadurch entstand „Liebe Radelfreunde“ an uns verteilt, eine neue Maßeinheit: wissen wir, dass die Planung für die 1 Stunde verlorene Wartezeit = 1 Peter. kommende Radtour steht. Für zwölf Aber nach mehreren Handy-Telefona- Teilnehmer mussten dieses Mal ten fanden alle im Biergarten des Eng- Zugfahrt und Übernachtungen gebucht lischen Gartens wieder zusammen. werden. Aber nach Aussage von Jupp Es ging vorbei an mückenverseuchten Später erstellten wir eine weitere neue ist die größte Hürde bereits genom- Tümpeln; ausgerechnet da mussten wir Maßeinheit: Der Abstand von einem men, wenn sich alle Mitfahrer auf wegen einer Reifenpanne eine längere Biergarten zum nächsten = 1 Volker. einen Termin geeinigt haben, in diesem Zwangspause einlegen. Aber entschä- In Plattling endete unsere Tour mit zwei Jahr war das vom 21. bis 27. 08. digt haben uns wirklich sehenswerte Übernachtungen, so dass wir am letz- Nachdem wir drei Jahre in Folge unsere Städte wie Bad Tölz, Wolfratshausen, ten Tag von hier aus das Isarmündungs- Touren außerhalb Bayerns abstrampel- München, Freising, Landshut, um nur gebiet bis Deggendorf ohne Gepäck ten, zog es unseren Cheforganisator einige zu nennen. In bayrischen Kloster- erkunden konnten. Überraschend war, wieder Richtung Süden. Der Isar-Rad- schänken und urigen Gasthöfen konn- dass die Isar mit unspektakulärer weg von Mittenwald bis zur Mündung ten wir zum „Wassertanken“ Rast ein- Ursprünglichkeit in die Donau fließt. bei Deggendorf sollte von uns befah- legen. So mussten wir über Kieswege die ren werden. Mündung quasi suchen. Erst dann Kurz vor München füllte sich der Rad- konnte nach knapp 270 geradelten Nach 8 Stunden Zugfahrt traf unsere weg mit Radlern, so passierte es dann, Kilometern ein Gruppenfoto mit fröh- Gruppe gegen Abend im ersten Quar- dass ein Mitglied den Anschluss an die lich gestimmten Radlern als Beweis tier (Mittenwald) ein. Wie üblich, Gruppe verlor und an der falschen Isar- festgehalten werden. Peter Kurth wurde erst mal das Bier bewertet, bevor wir die Zimmer belegten. Am nächsten Morgen startete die eigentli- che Tour. Leider war es so regnerisch und trübe, dass uns der schöne Aus- blick auf das Karwendelgebirge ver- wehrt wurde. Aber dieser trübe Tag sollte auch der einzige bleiben. Ansonsten war das Wetter wie für Radfahrer gemacht.Wir genossen die Abwechslung von Natur und histori- schen Altstädten. Natur heißt aber auch naturbelassene Ufer-Radwege, die nicht gerade einfach zu befahren sind. Lockerungsübungen halten den Radfahrer fit. Ein Hoch dem wackeren Kumpan I m MGVD ist es guter Brauch, einem „Er ist ein wackerer Kumpan, und hierbei der sogenannte wir stoßen freudig mit ihm an“ „Sängerschnaps“ (Flasche Mitsänger zu seinem Geburtstag nicht nur zu gratulieren, sondern ihm auch intoniert, dem sich dann die Doppelkorn mit 1-2 Glas ein Lied seiner Wahl zu singen. Dabei Gesamtheit aller Sänger in Pfefferminzlikör versetzt) die wird der Chor nicht selten gefordert, ansprechendem Chorklang Renner, so hat sich dies bis weil der Musikwunsch in der Regel anschließt und dem Geburts- heute grundlegend dadurch nicht dem aktuellen Probenplan tagskind freudig zuprostet. geändert, dass jetzt Kölsch entstammt und somit den meisten Sän- Diese Art der Selbstdarstellung und zunehmend Mineral- gern mehr oder weniger unbekannt ist. ist positive Tradition. Sänger, wasser gereicht werden. Dies Abbruch und Neubeginn sind trotzdem die aus organisatorischen oder trägt den erhöhten Anforde- selten. Der so musikalisch geehrte persönlichen Gründen keine rungen im Straßenverkehr Sänger spendiert ein Getränk, wozu Getränkerunde ausgeben, Rechnung. Kaffee, Tee oder einer aus unseren Reihen spontan und spenden oft ersatzweise in die Kakao werden derzeit aller- ohne technische Hilfsmittel (Klavier Vereinskasse. Waren früher dings noch nicht verlangt. oder Stimmpfeife) den Sängerspruch: fast ausschließlich Schnäpse Kurt Lückgen

6 Konzertreise nach Egg A us Anlass unseres 120. Vereins- in den „Schetteregger Hof“ eingela- Wierz per Flugzeug angereist, sodass den. Der Bürgermeister, der uns jubiläums hatte unser Vorstand die Probe pünktlich beginnen konnte. eine 4-tägige Konzertreise nach Egg - herzlich willkommen hieß, Mitglieder Trotz Alkoholverbots an diesem Tag Burscheids Partnerstadt seit 1968 - des Verkehrsvereins und Vorstandsmit- bemerkte unser Dirigent eine gewisse geplant. Die Organisation der Fahrt - glieder der Chorgemeinschaft Egg Müdigkeit der Stimmen schon beim vom 11. bis 14.6.2009 - lag in den gesellten sich zu uns. Zur Freude aller Einsingen. Zwischen Probe und Konzert bewährten Händen von Dietmar sang unser Chor einige Lieder unter gab es noch ein gemeinsames Abend- Reinighaus und dem Verkehrsverein dem Dirigat von Jupp Hoffmann. essen im Biergarten des Gasthauses Egg. Mit knapp 50 Personen starteten „Drei König“. Pünktlich um 20.30 Uhr wir am Fronleichnamstag. Unser Bus- Der dritte Tag begann mit einer wun- begann das Konzert, das unser Chor fahrer, wie vor 2 Jahren nach Baden- derschönen Rundfahrt durch den Bre- mit Liedern aus unseren letzten zwei weiler chauffierte uns wieder Heiko genzer Wald. Walter Wilhelmi vom Konzerten begann. Herr Wierz beglei- Andree, unterhielt uns mit interessan- Egger Verkehrsverein, der uns beglei- tete uns am Klavier. Ein Solostück sang ten Erklärungen zu Sehenswürdigkei- tete und sich als versierter Reiseführer Rainer Konertz: „In der Straße, mein ten und seinen Scherzen. Ebenso wie zeigte, führte uns zunächst in den Schatz, wo Du lebst“ aus dem Musical Beate Paas, die nicht nur den Getränke- denkmalgeschützten Ort Schwarzen- „My Fair Lady“. Unsere Darbietungen service an Bord übernahm, sondern berg. Besonders sehenswert ist hier die wurden mit viel Applaus bedacht. Aber auch mit kabarettistischen Einlagen Dorfkirche, die wir uns ansahen. Auf auch der Gesang des Egger Chores war überraschte. Nach unserer Ankunft in Höhe sind wir auch gekommen. Mit mehr als hörenswert. Er umfasste meh- Beate Paas und Reiseteilnehmer im Bus. Zimmerbelegung im Gasthof Falken”. Gemeinsames Abendessen im Gasthof Drei König”. “ “ Egg-Großdorf und erfolgter Zimmerbe- der Seilbahn ging es auf den 2060 m rere Stilrichtungen, von Heimatklängen legung trafen wir uns anschließend zu hohen Diedamskopf, von wo aus eine bis „Mamma Mia“ von Abba. Dass die einem gemeinsamen Abendessen im Wanderung bis zum Gipfelkreuz mög- Egger auch feiern können, zeigte sich „Gasthof Falken“. lich war. Die herrliche Aussicht von hier nach dem Konzert. Das gemütliche oben auf den Bodensee und die umlie- Beisammensein, das die Egger Chor- Der Besuch der Insel Mainau stand genden Berge entlohnte für die Mühe gemeinschaft organisiert hatte, ging am nächsten Tag auf dem Programm. des Aufstiegs. Die Rundreise endete in bis spät in die Nacht. Die Fahrt ging entlang des Schweizer einem „Bregenzerwälder Käsekeller“ in Bodenseeufers. Zwei sachkundige Lingenau. Hier wurden wir bei einem Die Heimfahrt verlief zügig und ohne Führer übernahmen die in zwei Grup- Glas Wein und diversen Kostproben besondere Vorkommnisse. Wir hatten pen geteilte Gesellschaft und berichte- über die moderne Lagerung und Ver- harmonische Tage mit einem umfang- ten während des Fußweges Wissens- marktung der verschiedenen Käsesor- reichen Programm hinter uns. Im Übri- wertes über die Insel. Das barocke ten informiert. gen war dies nicht die erste Tour des Schloss stand für Besuche offen und im MGVD dorthin. Vor 39 Jahren besuch- angrenzenden Schlossgarten lockten Der eigentliche Grund unserer Reise ten wir bereits schon einmal den heute unzählige Rosenbeete mit ihrem Duft. stand am Abend auf dem Programm: nicht mehr existierenden Egger Män- Am späten Nachmittag ging es zurück Das Benefizkonzert zusammen mit der nerchor. Beide Vereine waren sich einig ins Quartier, denn am Abend folgte ein Wälder Chorgemeinschaft im Land- darin, nicht wieder Jahrzehnte bis zum weiterer Höhepunkt. Die Gemeinde ammannsaal in Großdorf. Am Nach- nächsten Zusammentreffen vergehen Egg hatte uns zur „Käsknöpfleparty“ mittag war bereits Chorleiter Volker zu lassen. Peter Kurth

7 Ich bin sehr interessiert an Chorarbeit E in erfreuliches Statement. Doch, Veranstaltungsor- tätig. Bauchschmerzen bereitet mir dass eben dies in der Vergangenheit ganisation gibt es wiederum heute noch der Gedanke an deutlich vernachlässigt wurde, räumt jedoch großen meine eigene religiöse Erziehung in der Hans-Ulrich Förster, 49, der neue Vor- Handlungsbedarf. Grundschule. sitzende der Musikschule Burscheid e.V. Außerdem strebe notes: Unser Chor, der MGV Dür- gerne ein. Überhaupt zeigt sich der ich gerecht verteilte scheid, setzt seinen Schwerpunkt auf hünenhafte Westfale und zweifache Stimmrechte in den die weltliche Ausrichtung. Wie kann Familienvater sehr aufgeschlossen im Interessenvertretun- die Zusammenarbeit mit der Gespräch mit den „notes“ in den frü- gen aller beteiligten Musikschule aussehen? hen Morgenstunden an der Burschei- Vereinsvorstände an. Förster: Gerne lade ich Sie zu einer der Montanusschule. notes: Wie stellen Sie sich eine funk- der nächsten Vorstandssitzungen ein, notes: Herr Förster, seit Mai 2008 sind tionierende Kooperation mit den in der dann Chormusik in den Focus Sie nun Vorsitzender der Burscheider Chören vor? gerückt wird. Das Projekt „Chor Inte- Musikschule. Wie sehen Sie die Ent- Förster: Da gibt es zweifelsohne eini- gral“ ist in der Entstehung. Dort wer- wicklung seit der Ablösung von Dr. gen Nachholbedarf. Ich bin ein Vereh- den Kinder aller Nationen Lieder in Plutte? rer des Chorgesangs und sehr interes- allen Sprachen der vertretenen Länder Förster: Einiges gestaltete sich zunächst siert an der Förderung der Chorarbeit. singen. Teile dieses Chores können z.B. schwierig. Die örtliche Presse hat sei- In Odenthal, einem der Standorte der künftig die Männerchortradition fort- nerzeit ja auch ausgiebig darüber be- Musikschule, besteht eine Städtepart- setzen. richtet. Als musikalisch zwar in beson- nerschaft zu Cernay-la-ville in der Nähe notes: Welche Wünsche haben Sie für derer Weise interessierter, selbst aber von Paris, wo ein sehr aktiver Chor die Zukunft? nicht musizierender Mensch, hatte ich ansässig ist - vielleicht ein Ansatzpunkt Förster: Die Arbeit an den Schulen zudem nicht den besten Stand. Seit für internationale Projekte. sollte intensiviert werden. Wenn ich in mein Musiklehrer in der Grundschule notes: Wenn man von Chormusik finanzieller Hinsicht träumen darf, mir vom Singen abriet, habe ich nur spricht, denkt man häufig an Kirchen- wünsche ich mir, dass sozial schwachen leichte Gehversuche auf der Blockflöte chöre, also geistliche Inhalte. Wie ist Familien mit musikbegeisterten Kindern gemacht. In dem Zusammenhang Ihre persönliche Einstellung zu religiö- das Erlernen eines Instrumentes ermög- möchte ich noch sagen, dass es mir sen Fragen? licht wird und die Finanzierung ganz in sehr am Herzen liegt, dass neben mei- Förster: Ambivalent. Sowohl im priva- kommunaler Hand liegt. Ich bin aber ner sehr musikalischen Frau auch meine ten wie auch im beruflichen Bereich sehr froh, dass die Stadt uns mit Spen- beiden Kinder Instrumente spielen und gehe ich sehr offen damit um, dass den unterstützt und die Räumlichkeiten auch nicht wenig Ehrgeiz dabei entwik- Teile der Kirche mit zweifelhaftem kostenlos zur Verfügung stellt. Privat keln. Demokratieverständnis wirtschaftlich wünsche ich mir, mehr Zeit für meine notes: Was möchten Sie erhalten, was nicht transparente Investionen tätigen, Familie zu haben. verändern? was aber im Familienkreis zu lebhaften notes: Vielen Dank für das Gespräch, Förster: Die Antwort ist in beiden Fäl- Diskussionen führt. Gleiches gilt für Herr Förster, und auf gute Zusammen- len gleich: Die Organisationsstruktur. manche Äußerung des Papstes. Aber - arbeit. Positiv ist, dass mit wenig Aufwand meine 12-jährige Tochter war und mein sehr viel Effizienz erreicht wird, in der 15-jähriger Sohn ist als Messdiener Das Gespräch führte Martin König Goldhochzeit Irmgard und Karl Altenbach Am Freitag, dem 19.2.2010, feiern Irmgard und Karl Alten- glied des MGV Dürscheid, ist seit bach das Fest der goldenen Hochzeit. Die beiden haben 1952 Mitglied und Sänger im 1. Bass. einen Sohn und eine Tochter sowie drei Enkelkinder. Karl ist In den vielen Jahren seiner Vereinszu- ein echter Dürscheider Junge, der auch hier sein bisheriges gehörigkeit war er über 17 Jahre 2. Leben verbracht hat. Nach der Eheschließung hatten die bei- Vorsitzender, 5 Jahre Schatzmeister den zunächst eine Wohnung im Haus Lückgen in Dürscheid, und 5 Jahre stellvertretender Schatz- ehe sie Karls Elternhaus umbauten und erweiterten. Karl meister. Seitdem das Sängerheim absolvierte eine Lehre bei der Firma Eumuco in Leverkusen. Er nicht mehr fest verpachtet ist, organi- arbeitete dort in seinem Beruf bis zum Ruhestand im Jahre siert und koordiniert Karl die Vermie- 1993. Irmgard war bis zur Hochzeit bei der Bayer AG tung der Sängerheim-Räumlichkeiten. Außerdem versorgt er beschäftigt. Später widmete sie sich der Familie. Wir erinnern die Sänger mit seinem Team vor und nach den Proben mit uns gerne an die Zeit, in der die beiden zusammen mit dem Getränken und kleinen Snacks. Wir wünschen dem Jubelpaar Ehepaar Ingrid und Kurt Schwerdfeger unser Sängerheim 13 schon jetzt alles Gute für den Tag, gute Gesundheit und noch Jahre als Pächter und Verwalter betrieben. Karl, Ehrenmit- viele schöne, gemeinsame Jahre. Dietmar Reinighaus

8 Verantwortung übernehmen D urch seine 120-jährige Vereinshistorie erwächst dem MGV dass man die Augen vor der fast auf dem Kopf stehenden musikalisch und gesellschaftlich eine besondere Verant- Alterspyramide verschließt. Es ist dringend an der Zeit, diese wortung für den Fortbestand dieses Vereins, für seine Instabilität im Altersaufbau publik zu machen. Verantwortung Mitglieder, Förderer, Gönner und nicht zuletzt seine treuen übernehmen heißt in dieser Situation vor allem, eigene Konzertbesucher. Seit Jahren ist aber erkennbar, dass Sand ins Schwächen zu diskutieren und gezielt an gesellschaftliche, Vereinsgetriebe geraten ist. Nicht, dass nicht mehr attraktive städtische Bereiche heranzutragen. In Burscheid sind beispiels- Vokalmusik geboten würde, oder der Chor verlernt hätte, weise alle politischen Kräfte Feuer und Flamme, wenn es gilt, seine Feste zu feiern. Nein, es ist die fehlende aktive gesell- unsere Musikstadt nach außen zu preisen und zu vertreten. schaftliche Unterstützung, die dem Verein das Leben schwer Leider ist nicht zu verstehen, warum aus dem Potential politi- macht. Es ist leider mühelos festzustellen, dass den MGVD scher Parteien nahezu keiner bereit ist, die bestehenden eine extreme Überalterung erfasst hat. Der junge bis mittelalt- Chöre und Musikvereine aktiv zu unterstützen. Wir sollten die rige Unterbau im Chor fehlt komplett. Mit diesem existentiel- Stadt und ihre Bürger nicht einfach aus der Verantwortung len Problem haben allerdings nahezu alle Männerchöre zu entlassen. Vielmehr sollten wir mit unseren Problemen/Pro- kämpfen, insofern muss sich der Chor nicht als Außenseiter jekten zu den „Ämtern und Büros“ gehen und dort diese so sehen. So sperrig der Begriff „Nachhaltigkeit“ in dieser Ver- lange nerven, bis sich wenigstens zwanzig Personen am einsmisere für viele sein mag, akut wird er immer wieder, Gelingen unserer Projekte beteiligen. Eine erfreuliche Folge- wenn nach den Sommerferien das neue Konzertprogramm erscheinung wäre anschließend ein Chorbeitritt. Nur auf verkündet wird. Mit seinem Nachhaltigkeitsmanagement Projektsänger zu setzen, ist längerfristig unzureichend. Es ist haben Vorstand und Dirigent zukunftsfähiges Handeln durch längst an der Zeit, im Chor das Instrument der Mitglieder- Projektkonzerte seit drei Jahren fast schon zum Dauerauftrag werbung nachhaltig einzurichten. Trotz aller Rückschläge in erklärt, mit klar definierten Zielen und zugegebenermaßen den zurückliegenden Jahren in Sachen Mitgliederwerbung, gutem Erfolg. Der Verein hat sich damit eindeutig positioniert sollten wir weiterhin an die Schubkraft der Bürgergesellschaft und eine praktikable Richtung aufgezeigt. Leider ist das auf glauben und vor allem hier verstärkt unsere Möglichkeiten Sicht zu kurz gesprungen. Der Erfolg darf nicht dazu führen, suchen. Klaus-Dieter Adams Runde Geburtstage Impressum Herausgeber: MGV Dürscheid 1889 e.V. Dürscheider Straße 32 51399 Burscheid www.mgv-duerscheid.de Zuschriften an die Redaktion: Vereinszeitung MGV Dürscheid 1889 e.V. z. Hd. Klaus-Dieter Adams e-Mail: [email protected] Die Redaktion behält sich vor, Paul Krieger kann am 8.3.2010 sei- Vorher kann Heinz-Dieter Geuer am eingereichte Textbeiträge ggf. nen 80. Geburtstag feiern. Er ist seit 4.2.2010 seinen 70. Geburtstag fei- zu ändern oder zu kürzen. dem 1.2.1976 Vereinsmitglied; seit die- ern. Heinz-Dieter startete seine Mit- Namentlich gezeichnete Beiträge sem Zeitpunkt singt er im 1. Bass. Paul gliedschaft bei uns am 1.1.1989. Als geben nicht unbedingt die hat sich von 1986 bis 2002 sehr aufop- selbständiger Metzgermeister war er Meinung der Redaktion wieder. ferungsvoll als Notenwart betätigt. zeitlich nicht in der Lage, Vereinsämter Bei nicht gezeichneten Artikeln Heute noch unterstützt er Franz-Josef zu übernehmen. Trotzdem hat er den ist der Verfasser der Redaktion Hoffmann bei dieser Arbeit. Paul nimmt Chor gesanglich stets unterstützt und bekannt. sehr regelmäßig an den wöchentlichen mit seiner Stimme den 2. Tenor ver- Proben teil, ein Beweis, dass ihm der stärkt. Auch sein Probenbesuch erfolgt Chorgesang großen Spaß bereitet. erfreulicherweise sehr regelmäßig. Das Redaktionsteam dankt allen Personen, die an der Erstellung Der Chor wünscht den beiden einen schönen Geburtstag, alles Gute für die dieser Zeitung mitgeholfen haben. Zukunft, vor allem gute Gesundheit. Klaus-Dieter Adams


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