. Vereinszeitung des Männergesangvereins Dürscheid 1889 e.V. • YMCD -Young Music Choir Dürscheid 15. Ausgabe Winter 2012 17 4 8 12 7 14 17 23 7 3 9
„Es waren einmal ein paar Kinderschuhe.“ Eigentlich würde es ja wirklich in die Dies hat den Chor nicht nur musikalisch Zeit passen, Ihnen ein schönes Märchen bereichert. Auch die Gemeinschaft hat zu erzählen, liebe Leserinnen und Leser durch die begeisterungsfähigen Mit- unserer wunderbaren Notes. streiter deutlich gewonnen. Davon bin ich nun aber meilenweit Von dieser BEGEISTERUNG durfte ich entfernt und es würde auch unseren mich in einer Probe heftig überzeugen. Sängerinnen und Sängern des YMCD Übrigens haben sich bereits alle dazu nicht gerecht werden. Gleichwohl kann entschlossen dem Verein beizutreten. man mit Fug und Recht behaupten, dass der Chor nun endgültig seine Gepaart mit einer nunmehr gezielt Kinderschuhe abgelegt hat. eingesetzten Choreographie, die den Chor ohnehin schon einmalig gemacht Märchenhaft war das Konzert, das hat, haben wir eine zweite Chorgattung der Chor im Oktober 2012 im Haus der voll etabliert an Bord. Darauf können Kunst bestritten hat. Zwei Säulen des alle im MGV Dürscheid stolz sein. Erfolges sind aus meiner Sicht auszu- machen. Zum Einen die gemeinsam Ich jedenfalls bin es. Denn das, was getroffene Entscheidung, sich mit sich hier im Laufe der wenigen Jahre Filmmusiken zu beschäftigen und zum entwickelte, hat nun wirklich keine Anderen das Werk als Musikprojekt Kinderschuhe mehr an. zu bewerben. Ich wünsche Ihnen Allen ein besinn- Insgesamt fünf Sängerinnen und ein liches Fest und einen guten Übergang Sänger hatten sich schon früh gemeldet ins neue Jahr. Bleiben Sie uns treu. Ihr Michael Brückner um mitzutun. Und Eines darf ich Ihnen für 2013 schon verraten: Sie werden beide Chöre im Frühjahr auf der Bühne Aus dem Inhalt erleben. 3 „Auf die Dauer hilft nur Power“ „Etwas andere Auftritte“ Willi Prinz Film ab! Klappe 1, die zweite. YMCD-Konzert 4 Leverkusen am 28.10.2012 5 „Mein Leben als Projekt- sängerin beim YMCD Lützenkirchener Straße 326 6 Chormitteilungen: 51381 Leverkusen Neue Mitglieder, Geburtstage und Jubiläen Telefon 0 2171/70 72 70 Aus dem Leben 7 einer MGV-Frau 8 Chormusik im www.willi-prinz.de Haus der Kunst - wo sonst? 2
„Auf die Dauer hilft nur Power“ Durch die Auftritte der letzten Monate auch sein Repertoire für das Konzert im ist die Vorbereitung auf das Konzert im April 2013 erweitern. Dies geschieht April 2013 leider ins Stocken geraten. nicht nur im Hinblick auf die Erweite- Auch wenn der Chor hier und da schon rung und den Ausbau von klanglichen einige Noten der neuen Stücke ge- und stimmlichen Ausdrucksmitteln des schnuppert hat, so wird die heiße Phase Chores, sondern auch vor dem Hinter- der Vorbereitung nun erst richtig los- grund, das Publikum des MGV mit gehen. Scheinbar beruhigend ist, dass Neuem zu überraschen und zu fesseln. der Chor in seinem Konzert einige Highlights der letzten Konzerte präsen- Weiterhin wird der MGV-Dürscheid so tieren wird. Doch wenn diese Stücke für neue Sänger attraktiv und interes- schon wiederholt präsentiert werden, sant bleiben. Hier darf der ganze Chor so sollten diese auf einem höheren nicht nachlassen. Niveau gesungen werden. Eine bloße Wiederholung sollte für den Chor und Die Bemühungen neue Sänger für den seinen Chorleiter keine Herausforde- Chor zu gewinnen ist eine Pflicht, der rung darstellen. Auch dies bedeutet für ständige Aufmerksamkeit gewidmet den Chor eine Weiterentwicklung und werden muß. Auch hier darf der Chor den Ausbau seiner gesanglichen wie nicht nachlassen sich zu bemühen und musikalischen Möglichkeiten. zu verbessern. Natürlich darf der Chor nicht zum Still- Schauen wir optimistisch und mit viel stand kommen. Jeder Stillstand ist ein Engagement in die Zukunft. Es lohnt Rückschritt. Deshalb wird der Chor sich. Volker Wierz „Etwas andere Auftritte“ Evangelische Kirche Besten gegeben wurden, war das zum Besten gibt, sondern vor der Bergisch Neukirchen Mitwippen der Gäste deutlich zu Herausforderung steht, sich auf einer bemerken. So war es dann auch nicht offenen Bühne zwischen kulinarischen verwunderlich, dass nach einem eher Kostbarkeiten, Getränkeständen und Es war schon etwas ganz Anderes - ein Konzert des MGV in einer Kirche zur adventlichen Abschluss des Konzertes, Straßenverkehr Gehör zu verschaffen Adventszeit. Und dann auch noch mit eingeleitet von einem hervorragenden und die Besucher in Stimmung zu einem ausgesprochen weltlichen Solo von Rainer Konertz, als Zugabe versetzen. Repertoire. noch einmal ein Lied der Bläck Fööss Beide Darbietungen sind dem MGV So richtig wussten wir alle nicht, was gefordert wurde. aber wunderbar gelungen und erste auf uns zukommt. Wie ist die Kirche, Ein rundum gelungenes Konzert. Anfragen, diese Auftritte zu wieder- ist genug Platz vorhanden, wie viele holen, sind bereits an uns herange- Besucher kommen, wie werden wir mit Stadtfest Leichlingen und treten worden. unserer Liedauswahl ankommen… Integrationsfest Burscheid Ralf Theilenberg Um 17:00 Uhr war es dann so weit. Die Evangelische Kirche Bergisch Neu- In diesem Jahr hatten die Fans die kirchen hatte sich gefüllt und wir fuh- Möglichkeit, den MGV gleich zweimal ren schwungvoll - trotz fehlendem „open air“ zu erleben. Gleisanschluss - mit dem Sonderzug Nur eine Woche lag zwischen den nach Pankow ein. beiden Auftritten auf dem Leichlinger Als der Chor von Mary Lou und Barbara Stadtfest und dem Integrationsfest in Ann schwärmte und feststellte, dass Burscheid. Frauen eben anders sind, konnte man Es ist schon eine ganz besondere Situa- zunehmend merken, wie das Publikum tion, wenn ein Chor nicht in einem mitging. Nachdem im zweiten Teil des geschlossenen und ruhigen Saal einem Konzertes Songs der Bläck Fööss zum aufmerksamen Publikum sein Liedgut 3
Sonntag, 28.10.2012 im Haus der Kunst Burscheid Film ab! Klappe 1, die zweite. des Motto hatte. Die Chormitglieder noch tolleren Chor. Das größte High- In den nunmehr unglaublich hatten somit Zeit, sich auf das Motto light für mich persönlich ist aber der schnell vergangenen zwei weite- einzulassen und in Ruhe die Lieder Zuwachs durch die Projektsänger, die ren Jahren seit unserem ersten Konzert einzustudieren, die Projektinteressierten uns nicht nur stimmlich hervorragend hat sich immens viel Neues entwickelt. wussten vorher, was ungefähr auf sie verstärken, sondern den YMCD beson- Am 28. Oktober 2012 ging das zweite zukommen würde und die Konzert- ders auch menschlich bereichern. Und Konzert des YMCD an den Start. Doch besucher wurden durch diesen roten was uns sehr freut: Es bleiben alle bis dahin ist so einiges geschehen. Zu- Faden besonders angesprochen. Dieser dabei! erst wurde ein neues Motto gesucht rote Faden führte alle Beteiligten durch und im Genre „Film“ auch gefunden. die Musik vieler bekannter Filme. Von Nach dem Konzert ist vor dem Konzert. Nach der Auswahl der passenden Titel der Krimi-Mimi, über Trickfilmmusik, Wir peilen im Jahr 2014 das nächste und des Termins ging es an die Stücke. Western, Comedy, Musical und James Großereignis an. Das Motto ist schon Wir übernahmen die Idee des Männer- Bond war es ein sehr vielfältiges und gefunden, die Lieder sind in Planung, gesangvereins, dieses Event als Projekt abwechslungsreiches Programm. Es nähere Informationen demnächst. auszuschreiben und dementsprechend wurde auf italienisch mit Texthilfen für Abschließend möchte ich gerne mit zu bewerben. Es kamen, sahen, sangen die Zuschauer gesungen und sogar einigen Zitaten unseres Filmkonzertes und blieben 3 Soprane, 2 Altistinnen geflucht. Taschenlampenromantik beim enden: und ein Tenor. James-Bond-Medley und Linedancing mit Johnny Cash waren zwei weitere Unser „Coro dei Dürscheid“ schaut Auch in diesem Konzert blieben wir Highlights. Das Bond-Medley ist zudem immer „Always on the bright side of unserem besonderen „Extra“ treu und der Beweis, dass sich stimmlich beim life“ vorwärts. Aufgrund des großen gestalteten einige Stücke nicht nur mit guter Laune, sondern auch mit Bewe- gung. Im Endspurt stand nach zwei Jahren Arbeit und zahlreichen Tages- und Bandproben unser Filmkonzert. Was kann ich besonders hervorheben? Eine Frage, die nicht so einfach zu beantworten ist, denn das Konzert und das Konzept waren in sich unglaublich stimmig. Der Kreativität der einzelnen Chormitglieder war scheinbar keine Grenzen gesetzt. Von der Idee des Eiskonfektes für das Publikum als An- spielung früherer Zeiten im Kino, der Plakatgestaltung bis hin zur Dekoration der Bühne: Es stimmte einfach alles! Allein die Hintergrundbespannung war schon unglaublich beeindruckend, geliehene Hüte der Firma Stetson, Requisiten aus dem Fundus des WDR, die Blumendeko,...! Kurz und knapp: Das Drumherum passte einfach, die YMCD viel getan hat und durchaus Erfolges überlegen wir im Sinne von Lieder standen bis zum Konzert, und: auch recht schwierige Literatur erarbei- „You only sing twice“ im nächsten Jahr Wir waren ausverkauft! tet werden kann. Es wachsen auch das Konzert nochmals aufzuführen. immer mehr Chormitglieder über sich Wir werden auch dieses Mal wieder Michael Brückner führte uns gewohnt hinaus und trauen sich das ein oder versuchen, Projektsänger anzusprechen, gekonnt und sehr unterhaltsam durch andere Solo zu. Und, was viele zuerst denn „We’ll never walk alone“, sondern das Programm, das viele Highlights bezweifelt hatten, klappte dann doch: „We go together“. Ich wünsche allen hatte. Der Damenchor „Prima Vocalis“ Es wurde alles, ich betone „ALLES“, eine besinnliche und „krimifreie“ und die Peter Rinne Combo passten als auswendig gesungen. Für den immen- Adventszeit und ein gesundes und Kontrapunkt und Begleiter wunderbar sen Eifer, das Engagement und die ruhiges Weihnachtsfest. In diesem ins Konzept. Es zahlte sich für alle vielen tollen Ideen möchte ich mich Sinne: „Hallelujah“! Beteiligten aus, dass unser Konzert ein ausdrücklich bedanken. Ein tolles feststehendes und sofort zu verstehen- Konzert funktioniert nur mit einem Angelika Döring-Krüger 4
„Die große Theke im Sängerheim Dürscheid“ oder „Mein Leben als Projektsängerin beim YMCD“ „Bea - könntest Du bitte einen Artikel Neugierig und ein wenig aufgeregt für unsere Mitgliederzeitschrift schrei- kam ich also zur ersten Probe ins ben?“ Sängerheim. Das erste, was mir auffiel, war die große Theke, an der man vor- Nichtsahnend betrat ich letzte Woche, beikam, wenn man zum Probenraum am 22. November, unseren Proberaum ging. Bei den anderen Chören gab es im Dürscheider Sängerheim, um in un- so was nicht. Das fand ich sehr komfor- serem Chor YMCD zu singen. Da ereilte tabel - die Stimme muß ja schließlich mich diese Frage unverhofft aus dem geölt werden! Wichtig! Hinterhalt, noch im Mantel stehend. Ich wusste erst einmal nichts zu sagen. Ich kann mich erinnern, es gab zwei Was für ein Thema, wie lang sollte der Programmpunkte bei dieser Probe: Artikel sein, für wann? Alles Fragen, die Punkt 1: Neujahrswünsche für den sich mir in Sekundenschnelle auftaten. Chor und Punkt 2 war schon meine Be- Nun ja, das Thema wurde jetzt nicht grüßung! Dann wurden mir von jedem so genau umrissen, irgendwie sollte es Lied, was gesungen wurde, auch direkt sich mit dem Verhältnis „YMCD und Du Noten gegeben. als Projektsängerin“ beschäftigen - bekam ich nach einigem Nachfragen Das war super durchorganisiert! Alle heraus. Auch bei der Textlänge sei man waren offen, herzlich, unkompliziert, flexibel und irgendwie solle das Thema kamen auf mich zu, fragten irgendet- so gestaltet sein, dass es jeder gern was. Das hat mir sehr gefallen! Was ich liest. Ich könne auch so richtig „vom noch sehr bemerkenswert in der ersten Leder ziehen“ - also nach Herzenslust Gladbach, Leichlingen - aber das gefiel Probe fand: Das gegenseitige Massie- meinen Frust oder Ärger über den mir alles nicht so richtig: Zu ernst, kein ren! Das kannte ich auch nicht und YMCD von der Seele schreiben. richtiger Zusammenhalt, zu chaotisch, fand es auf Anhieb echt klasse! Ich die Entfernungen waren zu lang (ich dachte mir noch: Witzig, wenn jetzt Hm!!! Schwierige Aufgabe!!! Auf der komme aus Opladen). Zu guter Letzt jemand hereinkommt, denkt er be- einen Seite war ich ja geehrt, dass man bekam ich in Köln eine Knolle für’s stimmt, dass wir eine gemischte Tanz- mir die Verfassung eines solchen Arti- Falschparken! Das war ein Zeichen - gruppe sind, die gerade irgendeine kels zutraute, was ich aber de facto und ich dachte - warum in die Ferne Polonnaise üben und noch den richti- noch niemals gemacht habe. Zum an- schweifen? gen Haltegriff bei dem Vordermann deren war ich beruflich ziemlich ein- suchen. und angespannt, so dass ich kaum Zeit Im Rahmen meiner Recherchen las ich sah, mir irgendetwas Prosamäßiges zu im Internet etwas über YMCD Dür- Was ich noch sehr liebenswert und überlegen - aber letztendlich siegte scheid. Das hörte sich gut an und ich wichtig finde, ist das Klönen jeden er- meine Freude über das Vertrauen, dass schrieb einfach hin. Recht rasch bekam sten Donnerstag im Monat. Da hatte mir entgegengebracht wurde und die ich vom Männergesangverein eine Ant- ich die Chance, die einzelnen Chormit- Tatsache, dass ich gar nicht „vom Leder wort und zusätzlich (in Kopie) eine Ein- glieder etwas näher kennenzulernen - ziehen wollte“ - sondern ich mich sogar ladung zur nächsten Probe. Ich war nicht nur tönemäßig. ziemlich wohl fühlte im Chor! irritiert. Da war der MGV Dürscheid Ab- sender und nicht der YMCD Dürscheid. Wie bin ich zum YMCD gekommen? Ich wollte doch nicht bei den Männern Fazit: DEN Weg beschloß ich, einfach zu be- mitsingen - sondern bei dem gemisch- Im Januar ist es ein Jahr her, dass ich schreiben: Ich war also auf der Suche ten Chor, von dem in dem Zeitungsarti- beim YMCD mitsinge. Ich habe mich nach einem Jazz- oder Musical- oder kel die Rede war! Aber dann wurde ich entschlossen, vom Status Projektsän- Gospel Chor - und hatte mir mehrere schnell per Mail aufgeklärt und auch gerin zum Status Mitgliedssängerin Chöre angesehen: U.a. auch reine Frau- persönlich zur nächsten Probe eingela- zu wechseln. Mir gefällt unser Lieder- enchöre, aber gemischt gefällt mir es den. Zusätzlich bekam ich auch eine Repertoire richtig gut und ich mag die immer besser. Ich bin auch wirklich freundliche Anfahrtsbeschreibung mit Chor-Gemeinschaft, in der ich mich lange Strecken gefahren, um mir Chöre auf den Weg - alles sehr fürsorglich. herzlich aufgenommen fühle. anzuhören: Köln, Düsseldorf, Bergisch Das gefiel mir schon `mal gut. Beatrix Vennhoff 5
Chormitteilungen Als neue Mitglieder Geburtstage Jubiläen können wir begrüßen Herzlichen Glückwunsch Herzlichen Glückwunsch Wir freuen uns, dass nach dem Konzert Joachim Schäfers Karl-Ludwig „Film ab“ sechs Sänger/innen sich dazu Am 29. September Sohler entschließen konnten, dem YMCD fest wurde Joachim Karl-Ludwig Sohler beizutreten. Alle sind anfangs als Pro- Schäfers 65 Jahre singt seit 1972 im jektsänger zu uns gestoßen und verstär- alt. Im November zweiten Bass des ken nun die folgenden Stimmen: 2007 stieß er zu MGVD mit. Er hat uns, seitdem ist somit 40 Jahre Mit- seine Stimme bei gliedschaft hinter den zweiten Tenören zu hören. sich und in dieser Zeit zahlreiche Stun- den tatkräftig anfallende Arbeiten für Klaus-Dieter den Verein erledigt. Adams Bereits 1964 star- Jürgen Schmitz- tete Klaus-Dieter Dreßler Barbara Barucha Iris Essenberg Adams seine Mit- Ein weiteres Jubi- Sopran Sopran gliedschaft beim läum kann Jürgen MGVD. Seit jeher Schmitz-Dreßler in singt er nicht nur diesem Jahr feiern. im ersten Tenor mit, sondern beteiligt Seit April 1992 sich auch aktiv an der Vereinsarbeit. singt er mit uns Am 13. Dezember konnte er seinen im zweiten Bass und kann somit auf 70.Geburtstag feiern. 20 Jahre Vereinsmitgliedschaft zurück- Wir gratulieren und wünschen den blicken. beiden auch weiterhin viel Freude beim Beatrix Vennhoff Doris Schumacher- Singen. Peter Kurth Sopran Oellrich Alt Ebenfalls seit 20 Termine Jahren singt Peter Kurth bei den er- 09.03.2013 Tagesprobe MGVD sten Bässen im 26.04.2013 Generalprobe MGVD im MGVD und seit der Haus der Kunst Burscheid Gründung des YMCD ist er auch 27.04.2013 Konzert MGVD im dort mit von der Partie. Haus der Kunst Burscheid Martina Ziegler Rüdiger Schnor 28.04.2013 Konzert MGVD im Vielen Dank dafür und noch viele Alt Tenor Haus der Kunst Burscheid schöne Jahre in unserem Verein. 6
Aus dem Leben einer MGV-Frau „Schaaatz, haben wir am 21. Oktober keine Menschen…. Die Tür geht auf, stehen, wir ziehen weiter. Plötzlich finde schon was vor?“ „Schön, dass ihr da seid!!!“ Und schon ich mich in einem Garten wieder, obwohl „Was ist denn das für ein Tag?“ sind wir mittendrin. Nach und nach tru- ich doch ganz brav mitten in der Gruppe „Sonntag“ deln weitere Sangesbrüder und -schwe- mitlaufe - Wäsche auf der Wäscheleine, „Nein, Sonntag ist noch nichts, am Sams- stern nebst Anhang ein; und los geht’s! Hühner gackern - was jetzt??? Wir drin- tag gehen wir zum Erntedankfest der Wer kennt den Weg?? Egal, immer den gen durch eine Gartenpforte auf ein Landjugend…“ anderen hinterher stiefeln, frei nach dem Privatgrundstück vor… „Pause!“ ruft es „Ahh so“ Motto „Mann Geht Voran“ - das Wetter mir von weiter vorne entgegen. „Prima“, „wieso?“ ist schön, die Herbstsonne lässt die sich denke ich, „etwas zu trinken kann ich gut „am Sonntag ist Wandertag vom MGV“ färbenden Blätter der Bäume prachtvoll gebrauchen.“ Aber es kommt noch „ähem“ (jetzt singen die nicht nur, nein, leuchten, Pilze säumen den Weg, leider wesentlich besser, als ich es erhofft hatte; es ist Latschen durch die Botanik ange- fehlt zur perfekten Idylle ein Beitrag aus das Grundstück samt Partyschuppen sagt, au Mann!! Als sich mein Mann vor der Tierwelt, so ein kleines Reh vielleicht. gehört Wolfgang, der es sich nicht hat 3 Jahren entschloss, beim Projekt „Es war Wir wandern, wir wandern, von dem nehmen lassen, uns nun gemeinsam mit einmal Amerika“ des MGV mitzumachen einen Ort zum andern; es erinnert mich seiner Frau Beate aufs Herzlichste zu - und das auch noch von mir getrieben, an die Schulzeit: meist zwei Personen bewirten. Kaffee, Bier, selbstgebackener wusste ich nicht, was da alles noch auf nebeneinander, laut und intensiv in Ge- Kuchen, Kekse - „eigentlich reicht es mich zukommen sollte.) spräche versunken: Ralf und ich irgend- doch, für heute bin ich genug gelaufen, „Mit Frauen ???? Ihr wollt doch sicherlich wo dazwischen; nach einiger Zeit wollen hier bleib ich“, schießt es mir durch den Wanderlieder singen, da braucht ihr mich meine Füße raus aus den Wanderschuhen Kopf, als schon wieder das Signal zum nicht“ (in Gedanken sah ich mich wieder (Barfußlaufen soll ja gesund sein, aber der Aufbruch ertönt. Wir haben die Wahl als Kind, gemeinsam mit den Eltern durch Boden ist so kalt…); ich versuche, mich zwischen langem und kurzem Weg, den den Pfälzer Wald wandernd und singend, abzulenken und konzentriere mich auf wählt keiner. Und seltsamerweise bin ich „Im Frühtau zu Berge“, „Das Wandern ist die Natur. Das strengt an, ich bemühe mittlerweile richtig munter, vermutlich des Müllers Lust“, „Ein Jäger aus Kur- mich, nicht zu japsen (lieber Himmel, mir zeigen Sauerstoff, Kaffee und Kuchen ihre pfalz“…, ja, das deutsche Volksliedergut steckt die durchtanzte Nacht in den Kno- Wirkung. Es geht noch einmal ordentlich hab ich gut verinnerlicht.) chen - nur nicht anmerken lassen, wie „bergauf und bergab“, ich erkenne den „Ich glaub nicht, dass wir Singen, das müde ich bin, wieso sind die anderen Weg nach Dürscheid und werde immer geht doch gar nicht, Wandern durch den sooo munter??!!!) schneller. „Zuhause“ angekommen wer- Wald und Singen mit dem Notenheft in „Wo sind wir hier??“ Der angesprochene den schnell noch Tische und Stühle aus der Hand…“ Ehemann reagiert mit Schulterzucken dem Keller nach draußen geschafft; bei „Ok, wie lang soll denn das dauern, wie- „Keine Ahnung, irgendwo im Ber- diesem großartigen Wetter hat niemand viele Kilometer??“ gischen.“ „Nett hier.“ Das durchquerte Lust, im Sängerheim zu sitzen. Kaum sind „Keine Ahnung, wird schon nicht so viel Örtchen ist wirklich hübsch. Ein Einwoh- wir fertig, schweben die ersten Grillwürst- sein, die sind ja nicht mehr die Jüng- ner hat entrümpelt: ein ausgedienter alter chen auf die Teller. „Geschafft!“ Das ist sten…“ Schreibtisch steht an einer Einfahrt und Timing!! Einen großen Dank an die „Her- (Hah, mein Mann hatte gar keine Ah- wartet auf einen neuen Besitzer: „zu ver- ren vom Grill“!!! Ebenso „Danke“ an alle nung, mit wie vielen „rüstigen Rentnern“ schenken“. Während sich die einen noch Organisatoren, Sponsoren und „helfen- er da donnerstags abends die Stimmbän- über die Vorteile des Möbelstücks unter- den Hände“!! der trainiert; ich auch nicht!!!) „Naja, halten, überlegen andere schon, wie das Nachwort: Jetzt ist er dran, mein Ehe- gehen wir mal mit“ - der Entschluss fiel, Ungetüm in heimatliche Gefilde zu trans- mann!! Wanderkarten liegen bereit und das Wochenende nahte und der Sams- portieren wäre. Ich finde es spannend, das nächste Mal geht’s ab in die Heide - tagabend verging wie im Flug mit Thea- verspricht der Rückweg doch einen Hauch hat doch sein Vorfahr Ludwig Rahlfs die ter, Band und Tanz; Tanz bis in die Nacht: von Abenteuer, den Koloss von Schreib- Löns-Gedichte vertont … und wenn ER um ungefähr 3 Uhr oder später gingen tisch geschultert, über Wurzeln, durchs nicht singen mag, ICH werd’s tun: „Auf wir nach Hause. Auf dem Heimweg Dickicht des Bergischen Waldes streifend. der Lüneburger Heide“….. drängte sich mir der Gedanke auf: „wie Aber ich werde enttäuscht, der Tisch bleibt Beate Koslowski kommst du denn morgen, äh, nein, heute Nachmittag in die Wanderschuhe????? naja, wird schon klappen und Ralf hat ge- sagt, dass wir nur ein Stückchen - so ca. 4 Kilometer - laufen.“ Ich habe meinem Mann immer geglaubt….. Als wir gegen 14 Uhr am Sängerheim eintreffen, denke ich: “Fällt aus!“ Kein weiteres Auto, 7
Chormusik im Haus der Kunst - wo sonst? Seine Existenz seit ca. 35 Jahren ver- Nur - was tun, wenn sich im Vorfeld dankt es Prof. Paul Luchtenberg, Mitte lange schon abzeichnet, dass sich noch der 50er Jahre Kultusminister und be- weit mehr Interessierte einfinden wol- rühmtes Kind unserer Stadt, dessen len als das Fassungsvermögen erlaubt? Lebenskreislauf sich auch in Burscheid Unser Chor wurde dadurch schon zum schloss. Der liberale Pädagoge, Psycho- „Fremdgänger“. Die überwältigende loge und Philosoph rief um 1970 eine Resonanz unseres Swingkonzertes vor Stiftung ins Leben, deren architektoni- einigen Jahren zwang uns, in die grö- Fotos: Stadt Burscheid sches Zeugnis schnell zur guten Stube ßere (freilich atmosphärisch eher nüch- der Stadt avancierte - eben zum Haus terne) Hans-Hoersch-Halle umzuziehen. der Kunst. Erneut vor das (Luxus)-Problem gestellt, Das haben sicher nicht viele vergleich- kehrten wir jedoch reumütig in den bare Städte zu bieten: Ein Odeon mit Schoß des Burscheider Musiklebens musikalischem Fundament - befindet zurück, aus der Not eine Tugend sich in seinem Innern doch, ganz nach machend: Ein zweites Konzert musste Stifterwille, ein wesentlicher Teil der her. Ohne das kommt der Chor in- hiesigen Musikschule. Der Wunsch, der bieten, trieb das kinderlos gebliebene zwischen grundsätzlich nicht mehr aus. musikalischen Ausbildung Jugendlicher Ehepaar Luchtenberg besonders um, Die qualitativ hervorragende Arbeit in seiner Heimatstadt ein Forum zu steinerne Zeugnisse ihres gemeinsamen durch die gezielte Programmauswahl Wirkens prägen bis heute das Stadtbild unseres Dirigenten Volker Wierz in Impressum der Musikstadt im Bergischen Land. enger Kooperation mit dem Vorstand So kann sich Burscheid besonders über hat aber selbst diese Grenzen schon Herausgeber: das kulturelle Erbe freuen, dessen gesprengt. So gab es ernsthafte Über- MGV Dürscheid 1889 e.V. Verwaltung weiterhin in bewährten legungen zusätzlich ein drittes Konzert Dürscheider Straße 32 Händen liegt - etwas Besseres kann in Opladen stattfinden zu lassen. 51399 Burscheid einer solchen Kunstheimat wohl kaum Nichts geht hier aber ohne das Haus www.mgv-duerscheid.de passieren. der Kunst. Und außer Frage steht, dass Zuschriften an die Redaktion: Beim Bau des Hauses der Kunst über- der Chor das Musikleben in Burscheid Vereinszeitung ließ der musikbegeisterte Stifter nichts weiterhin aktiv mitgestalten wird. So MGV Dürscheid 1889 e.V. dem Zufall - schon gar nicht die Akustik freut sich der MGV Dürscheid immer, z. Hd. Ralf Theilenberg des Zuschauerraumes. Durch seinen die Gastlichkeit des Hauses mit seiner E-Mail: [email protected] fächerförmigen Aufbau wird eine be- guten Seele Hans-Jürgen Engelbracht Layout: Klaus Olbricht sondere Intimität geboten, die Dach- bei seinen Konzerten in Anspruch konstruktion, an der ein Akustiker nehmen zu dürfen. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Textbeiträge ggf. zu wesentlich mitgewirkt hat, macht den Aber der Blick eines ambitionierten ändern oder zu kürzen. Namentlich Einsatz von Mikrofonen häufig entbehr- Chores sollte auch nach außen über die gezeichnete Beiträge geben nicht lich. Vor bis zu 300 bekannt begeiste- Stadtgrenzen hinaus gerichtet sein. unbedingt die Meinung der Redaktion rungsfähigen Lindenstädtern und Warum auch sollen sich Gastauftritte wieder. Bei nicht gezeichneten Artikeln auswärtigen Besuchern gaben und auf Konzertreisen und Veranstaltungen ist der Verfasser der Redaktion bekannt. geben namhafte Musiker, Chöre und befreundeter Chöre beschränken...? Das Redaktionsteam dankt allen Orchester ihre Visitenkarte ab. Martin König Personen, die an der Erstellung dieser Zeitung mitgeholfen haben. Wir wünschen allen Lesern ein frohes Code Weihnachtsfest und alles Gute im neuen QR Jahr 8
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